Trockner überlastet
Volumenstrom, Eintrittstemperatur oder Umgebungsbedingungen liegen außerhalb der Auslegung; der erreichbare Taupunkt verschlechtert sich.
Kondensat entsteht, wenn verdichtete Luft abkühlt und ihre Feuchte nicht mehr vollständig als Dampf halten kann. Wasser am Verbraucher kann durch Trocknerauslegung, Ableiter, Bypass, Netzführung, Lastspitzen oder kalte Leitungsbereiche entstehen.
Umgebungsluft enthält Wasserdampf. Nach der Verdichtung ist die Luft warm; beim Abkühlen in Nachkühler, Behälter und Leitungen sinkt ihre Fähigkeit, Wasserdampf zu halten. Kondensat fällt aus. Ein funktionierendes System trennt, leitet und behandelt Flüssigwasser und begrenzt den verbleibenden Wasserdampf auf den benötigten Drucktaupunkt.
Ansaugbedingungen, Austrittstemperatur, Nachkühler und Wasserabscheidung prüfen.
Funktion, Taktung, Verschmutzung, Druckluftverlust und sichere Kondensatführung prüfen.
Bypass, Differenzdruck, Auslegung, Eintrittstemperatur, Last und Taupunktanzeige prüfen.
Leitungsgefälle, Tiefpunkte, kalte Zonen, Ringleitung, Abzweige und lokalen Eintrag betrachten.
Volumenstrom, Eintrittstemperatur oder Umgebungsbedingungen liegen außerhalb der Auslegung; der erreichbare Taupunkt verschlechtert sich.
Kondensat wird nicht abgeführt oder ein offener Ableiter verliert Druckluft. Beides kann den Betrieb beeinträchtigen.
Unbehandelte Luft mischt sich hinter Filter oder Trockner in das Netz.
Luft kühlt nach dem Messpunkt unter ihre Feuchtegrenze; Wasser fällt erst in Halle oder Außenleitung aus.
Ein kurzfristig hoher Verbrauch überschreitet Trockner- oder Leitungsleistung, obwohl der Durchschnitt unauffällig ist.
Prozess, Reinigung, defekter Wärmetauscher oder Rückströmung kann Wasser nahe dem Verbraucher einbringen.
Eine Einzelmessung nach längerer Stillstandszeit kann ein anderes Bild zeigen als der Fehler während voller Produktion.
Mögliche Gründe sind Überlast, hohe Eintrittstemperatur, defekter Ableiter, offener Bypass, kalte Leitungsbereiche oder eine lokale Quelle. Der Taupunkt muss unter realem Lastfall und am passenden Messpunkt geprüft werden.
Ein Filter kann Flüssigaerosole oder Partikel abscheiden, aber nicht den gesamten Wasserdampf auf einen niedrigen Taupunkt bringen. Zuerst muss geklärt werden, ob Flüssigwasser, Aerosol oder Wasserdampf das Problem ist.
Nur wenn Unterdimensionierung oder veränderte Eintrittsbedingungen die Ursache sind. Netzführung, Ableiter, Bypass und Messpunkt müssen ebenfalls geprüft werden.
Zeitpunkt, betroffener Verbraucher, Produktionszustand, Druck, Temperaturen, Taupunktanzeige, Alarme und Fotos dokumentieren. Änderungen seit dem letzten störungsfreien Betrieb sind besonders hilfreich.
Mit Typenschildern, Fehlerfotos und vorhandenen Druck-, Temperatur- oder Taupunktdaten lässt sich die nächste Prüfung eingrenzen.